Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Südamerika
Bei einem Luftangriff auf ein Lager der Nationalen Befreiungsarmee ELN im ländlichen Departement Cauca im Südwesten Kolumbiens sind nach Angaben von Präsident Abelardo de la Espriella neun Menschen getötet worden. Der Präsident erklärte in Pereira, er habe den Einsatz in der Nacht angeordnet; zuvor hatte er auf X ein Video veröffentlicht, das seinen Befehl an den Verteidigungsminister per Funkgerät zeigt. Es war der zweite Bombardement seiner Regierung gegen die ELN. Seit seinem Amtsantritt am 7. August haben Luftangriffe mehr als 50 Menschen getötet, darunter mindestens sieben Minderjährige. Der rechte Präsident verfolgt mit Unterstützung der USA eine harte Linie gegen weiterhin bewaffnete Rebellengruppen. Die ELN finanziert sich laut Darstellung durch Drogenhandel, illegalen Bergbau und Erpressung und greift in ihren Einflussgebieten Sicherheitskräfte, politische Verantwortliche und Zivilpersonen an. Cauca gilt als Gebiet mit umfangreichem illegalem Anbau, um dessen Erträge bewaffnete Gruppen kämpfen. Friedensgespräche der ELN mit der vorherigen linken Regierung von Gustavo Petro blieben ohne Einigung.