Themen: CH-Politik, Klima&Energie, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Tessin
Rocco Vitale, Staatsratskandidat der Grünen Tessin auf der Liste PS-Verdi-MpS, kritisiert die wachsende Belastung des Tessiner Mittelstands durch Krankenkassenprämien, Mieten, Verkehr und Heizung. Als Richtwert nennt er Bruttolöhne zwischen 4000 und 8500 Franken monatlich; der kantonale Medianlohn liege bei 5708 Franken, gegenüber 7024 Franken schweizweit. Steuererleichterungen für hohe Einkommen und Vermögen sowie Kürzungen öffentlicher Leistungen hätten Kosten auf Familien überwälzt. Unter Einbezug von Steuern, Abgaben und Gesundheitsprämien zahlten laut einer ETH-Studie fast alle sozialen Gruppen rund 45 Prozent ihres Bruttoeinkommens, das reichste Prozent dagegen 30 Prozent. Vitale verlangt progressivere Steuern und einkommens- sowie vermögensabhängige Krankenkassenprämien. Zudem wirft er bürgerlichen Parteien vor, im kantonalen Energie- und Klimaplan Massnahmen für Photovoltaik auf grossen Gebäuden gestrichen zu haben. Er plädiert für erneuerbare Energie und Effizienz, um Kosten und Abhängigkeit von Öl und Gas zu senken.