Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Europa
Die deutsche Diplomatie unternimmt 1926 einen Schritt zur Annäherung an Frankreich: Der deutsche Botschafter in Paris besucht Aristide Briand, nachdem dieser sich in Berlin mit Gustav Stresemann getroffen hat. In Frankreich steht zugleich die Frage der Kriegsschulden im Vordergrund. Laut einer halboffiziell inspirierten Notiz des «Echo de Paris» sollen Washington und Paris noch im selben Jahr über Vorbehalte verhandeln, die das französische Parlament zum Abkommen anbringen will. Die französische Debatte reagiert auch auf ein Manifest von Bankiers. Industrielle haben sich bereits davon distanziert; französische Persönlichkeiten lehnen eine Erklärung ab, die den Versailler Vertrag infrage stellt und wirtschaftliche Grundsätze vertritt, die sie unter den damaligen Verhältnissen für nicht anwendbar halten. Daneben werden Kämpfe und unterdrückte Unruhen im chinesischen Raum Schanghai gemeldet.