Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Südamerika
Ein brasilianisches Gericht hat Meta vorläufig verboten, Inhalte von Medien zu sammeln und für das Training künstlicher Intelligenz zu verwenden. Betroffen sind Medien, die drei nationalen Verbänden von Zeitungen, Magazinen sowie Radio- und Fernsehsendern angehören. Die Verbände hatten gegen neue Nutzungsbedingungen geklagt, wonach Unternehmen ihre Inhalte kostenlos bereitstellen sollten, um Metas Netzwerke weiter nutzen zu können. Richter Guilherme Madeira Dezem setzte die betreffende Klausel vor ihrem geplanten Inkrafttreten am 20. November aus. Er begründete dies damit, dass der Schaden nicht rückgängig zu machen wäre, sobald die KI mit Presseerzeugnissen trainiert sei. Meta darf Medien, die die Bedingungen ablehnen, zudem nicht bestrafen. Bei Missachtung droht dem Konzern eine tägliche Busse von einer Million Reais, umgerechnet rund 162'000 Euro, bis zu einem endgültigen Entscheid. Meta reagierte zunächst nicht. Die Medienverbände sehen darin ein Signal gegen den wirtschaftlichen Machtmissbrauch digitaler Plattformen.