Themen: Innen-Politik, Geopolitik
Regionen: International, Südamerika
Die brasilianische Bundespolizei untersucht, ob Senator Flavio Bolsonaro Brasilien in der Nacht verlassen haben könnte, um über Argentinien in die USA zu gelangen. Sie überprüft Grenzübergänge und Flugregister. Auslöser waren Berichte des argentinischen Portals Infobae über eine mögliche Flucht über die Mercosur-Grenze, die mit einer Identitätskarte überquert werden kann, und einen anschliessenden Privatflug. Die argentinische Regierung von Javier Milei bestreitet jedoch, dass Bolsonaro eingereist sei. Nach Angaben von O Globo hatte er seine Pässe trotz einer gerichtlichen Anordnung noch nicht abgegeben. Ein von Baires Fly betriebener Gulfstream G400 landete um 23.45 Uhr in Puerto Iguazú und stand dort weiterhin. Berichte, wonach Bolsonaro auf einer Liste von vier Passagieren gestanden habe, wurden von argentinischen Behörden ebenfalls zurückgewiesen. Sein Wahlkampfkoordinator Rogerio Marinho bestreitet die Ausreise; andere Quellen verorten Bolsonaro zu Hause. Auch ein Asylgesuch an der Grenze sei nicht eingegangen.