Themen: Innen-Politik
Regionen: International, Russland/Eurasien
Die Moskauer Polizei hat im Stadtteil Kitaj-Gorod rund 200 junge Menschen festgehalten, darunter Minderjährige. Betroffene berichteten gegenüber «Ostorozhno Novosti» von Drohungen und Gewalt durch die Polizei. Laut einer Quelle wurden alle Volljährigen im Polizeiwagen wiederholt gedrängt, einen Vertrag für den Militärdienst zu unterschreiben. Auf der Polizeiwache Taganski seien zudem Vorladungen zum Militäramt zugestellt worden, auch an Studenten mit einer Dienstbefreiung. Der Telegram-Kanal Baza berichtete von Verwaltungsanzeigen wegen Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit, öffentlichen Auftretens in betrunkenem Zustand und Missachtung polizeilicher Anweisungen. Die russische Innenverwaltung erklärte laut Meduza, der Einsatz habe der öffentlichen Ordnung und der Verhinderung von Verwaltungsverstössen gedient. Am späten Abend des 7. November wurden erste Festgehaltene freigelassen. Ob alle freikamen, war zunächst unklar.