Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien
Benyamin Netanyahu bezeichnet die Kritik an Israels Politik als antisemitische Kampagne. Nach der UNO-Erklärung einer Hungersnot in Gaza im August 2025 wirft er Hamas, NGOs, den Vereinten Nationen und internationalen Medien Antisemitismus vor. Frankreichs Anerkennung Palästinas wertet er als Förderung antisemitischer Stimmung; israelische Intellektuelle, die Übergriffe von Siedlern im Westjordanland kritisieren, werden als «antisemitische Juden» angegriffen. Alain Finkielkraut erklärt, Netanyahus Politik liefere dem Antisemitismus Argumente. Der Geopolitologe Dominique Moïsi urteilt, die israelische Regierung habe das Land vom «Wunderstaat» zu einem Paria- oder Schurkenstaat gemacht, und verweist auf die Tötung palästinensischer Zivilpersonen. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte zudem, die israelische Armee werde auf unbestimmte Zeit in Sicherheitszonen im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen bleiben. Im Libanon starben bei israelischen Angriffen über 4000 Menschen, überwiegend Zivilpersonen.