Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Das Personalwesen hat sich in den vergangenen dreissig Jahren von einer vorwiegend administrativen zu einer strategischen, digitalisierten und stärker auf Mitarbeitendenerfahrung sowie Kompetenzen ausgerichteten Funktion entwickelt. Auch die Rekrutierung folgte diesem Wandel. Vor dreissig Jahren verlief sie meist reaktiv: Ein Bedarf führte zu einer Stellenausschreibung, eingereichten Lebensläufen, Gesprächen und einer Anstellung. Solche Verfahren konnten zwei bis drei Wochen dauern, teils nur wenige Tage. Um die Jahrtausendwende begannen Unternehmen, ihre Rekrutierungsprozesse stärker zu professionalisieren. Dabei rückten die Verwaltung von Kompetenzen und Talenten in den Vordergrund. Unterstützt wurde dies durch Lebenslaufdatenbanken und Applicant-Tracking-Systeme. Diese Softwarelösungen bündeln Bewerbungen und automatisieren deren Verwaltung. Die zunehmende Dauer und Komplexität der Rekrutierung wirft die Frage auf, ob sie zum Wettbewerbsnachteil werden kann.