Themen: Bildung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Vier junge Menschen haben Anfang August ihre Lehre in einer Schreinerei und einem Holzbaubetrieb in der Stadt Luzern begonnen. Der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt fordert sie körperlich und geistig: Sie stehen, tragen, messen, sägen und schleifen in der Werkstatt sowie auf Baustellen, wo sie Treppen und Gerüste nutzen. Nach den ersten Tagen schmerzen Füsse, Beine und Rücken, zugleich müssen sie Masse prüfen, Anweisungen verstehen und Gefahren erkennen. Ein zunächst zurückhaltender Lernender lernt, nach erledigten Aufgaben selbst nach dem nächsten Arbeitsschritt zu suchen, Material vorzubereiten oder Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen. Fehler wie falsch übertragene Masse oder missverstandene Arbeitsschritte gehören dazu und werden korrigiert. Die Autorin betont, Jugendliche seien nicht grundsätzlich schlechter vorbereitet, aber oft weniger an körperliche Arbeit und lange Tage gewöhnt. Eine Lehre vermittle Ausdauer, Verantwortung und Können; die Lernenden sehen an Gebäuden und Bauteilen in Luzern unmittelbar, was sie geschaffen haben.