Themen: Umwelt, Klima&Energie
Regionen: International, Europa
Die EU hat am 12. August neue Vorschriften für Verpackungen und Verpackungsabfälle in Kraft gesetzt. Sie begrenzen PFAS, die wegen möglicher Krebs- und Fruchtbarkeitsrisiken in Lebensmittelverpackungen problematisch sind und etwa fett- oder wasserabweisende Fast-Food-Verpackungen betreffen. Neue Recyclingkennzeichnungen mit QR-Codes sollen sichtbar machen, aus welchen Materialien Verpackungen bestehen, und damit grenzüberschreitendes Recycling erleichtern. Ab dem nächsten Jahr müssen Take-away-Betriebe eigene Mehrwegbehälter ihrer Kundschaft ohne Aufpreis befüllen. Bis 2030 sollen mindestens zehn Prozent der Take-away-Speisen in Mehrwegverpackungen abgegeben werden. Vorgesehen sind zudem eine Reduktion der Verpackungsmenge um fünf Prozent bis 2030 und um 15 Prozent bis 2040. Ab 2030 werden unter anderem Plastikfolien für Obst und Gemüse, Portionspackungen für Saucen sowie kleine Hotel-Shampooflaschen verboten. Unternehmen kritisieren die Recyclingvorgaben als kostspielig; die EU-Kommission erwägt bereits, mindestens eine Frist zu lockern.