Themen: Kultur/Feuilleton, Reisen & Ferne Welt
Regionen: International, Nordamerika
Nicolas Bouvier arbeitet 1989 als Writer in Residence an der University of California in Santa Monica, vermittelt in englischen Vorlesungen Nomadismus, Exotismus, Orientalismus und Literatur aus Indien, China und Japan. Während er am Manuskript des Journal d’Aran und an einem Buch über Schweizer Volkskunst arbeitet, gewinnt er die zunächst skeptischen Kolleginnen und Kollegen sowie die Studierenden für seine weltumspannende Perspektive. Mitte Dezember reist Eliane zu ihm, und das Paar unternimmt eine einmonatige Autofahrt durch den amerikanischen Westen. Besonders Monument Valley, verschneit und menschenleer, hinterlässt einen starken Eindruck. Bouvier beschreibt die gewaltigen Landschaften als kaum mit Worten fassbar und gegenüber Strassen, Lastwagen, Werbung, Tourismus und Bildern letztlich gleichgültig. Auch Kaliforniens Pazifikküste fasziniert ihn als geografische und imaginäre Schwelle zu einer Welt aus Inseln und Wasser, die Autoren wie Melville und Stevenson geprägt haben.