Themen: CH-Politik, Demokratie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Lobbywatch plant vor den Wahlen im nächsten Jahr erneut einen Transparenzbericht über Kandidatinnen und Kandidaten für National- und Ständerat. Die Organisation will offenlegen, auf welchen Lohn- und Honorarlisten sie stehen und wer keine Auskunft geben möchte. Dafür hat der Verein ein Crowdfunding eröffnet. Die Informationen sollen es der Öffentlichkeit ermöglichen, politische Stellungnahmen im Kontext möglicher wirtschaftlicher Bindungen einzuordnen. Wer sich etwa zum Mietrecht, zu Eigenkapitalvorschriften für die UBS oder zu neuen Atomkraftwerken äussert, soll auf Verbindungen zu Hauseigentümer-, Banken-, Versicherungs- oder Energielobbys überprüft werden können. Auf der kostenlosen Lobbywatch-Datenbank lassen sich laut Beitrag Interessenvertretungen gewählter Parlamentsmitglieder, ihre Zuordnung zu Lobbygruppen sowie die von ihnen ins Bundeshaus eingelassenen Interessenvertreter abrufen. Dem Verein gehören über 500 Mitglieder an.