Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Denis Pittet, geschäftsführender Teilhaber von Lombard Odier, bezeichnet einen Wegzug der UBS aus der Schweiz oder eine Fusion mit einer ausländischen Bank als klar schlechte Nachricht für das Land und seinen Finanzsektor. Die Schweiz brauche einen Hauptsitz im Land und eine Bank, die sie repräsentiere, sagte er an der Medienkonferenz des Genfer Finanzplatzes. Ob ein Wegzug tatsächlich realistisch sei, könne er nicht beurteilen, da er die UBS nicht von innen kenne. Er hoffe jedoch auf eine parlamentarische Lösung, mit der die Bank leben könne. Pittet warnte davor, Schweizer Banken regulatorische Wettbewerbsnachteile aufzuerlegen, die sie international schwächen würden. Spekulationen über einen UBS-Wegzug nahmen zu, nachdem sich der Ständerat im September für eine Eigenkapitalunterlegung von 90 Prozent für Auslandstöchter im Stammhaus aussprach. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats berät die Lex UBS; ein Entscheid wird Ende November erwartet.