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Long Covid: Crashkompetenz ist entscheidend

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Long Covid: Crashkompetenz ist entscheidend

Themen: Gesundheit, Wissenschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

In der Long-Covid-Community entzündet sich ein Konflikt an neuroplastischen und biopsychosozialen Therapieansätzen wie Brain-Retraining. Patientenorganisationen warnen, solche Methoden könnten Betroffene dazu verleiten, Belastungsgrenzen zu überschreiten und bei ME/CFS eine postexertionelle Malaise auszulösen oder zu verschlimmern. Pacing, also das Erkennen und Einhalten individueller Energiegrenzen, gilt deshalb als zentraler Bestandteil des Krankheitsmanagements. Long Covid umfasst über 200 mögliche Symptome; ein Teil der Betroffenen entwickelt ME/CFS, eine schwere chronische Multisystemerkrankung. Neurologe Michael Stingl hält neuroplastische Verfahren für eine mögliche Ergänzung bei einzelnen Personen, sofern Fatigue klar von PEM unterschieden wird und Überlastung vermieden wird. Für Long Covid und ME/CFS fehlen bisher Wirksamkeitsstudien. Elisabeth Weber vom Stadtspital Zürich plädiert für einen individualisierten, ganzheitlichen Umgang: Körperliche Symptome müssten somatisch abgeklärt, psychosoziale Unterstützung dürfe weder psychische Ursachen unterstellen noch Betroffene stigmatisieren.

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