Themen: Klima&Energie, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Bund hat am Dienstag weitere 50 Millionen Liter Flugpetrol aus dem Pflichtlager freigegeben, nachdem es Mitte Oktober bereits 30 Millionen Liter waren. Damit sind 17,4 Prozent der Reserve angebrochen. Als Gründe nennt der Bund Probleme in Raffinerien in Südfrankreich und Deutschland sowie ausgefallene Güterzüge. Die verbleibende Kerosinreserve reicht bei einem Lieferausfall noch für rund 70 statt der vorgeschriebenen 90 Tage. Der Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung, Roland Pfister, kann Freigaben bis 20 Prozent allein bewilligen; danach entscheidet das Wirtschaftsdepartement. Die Freigabe fällt mit hohen Quartalsergebnissen der Lufthansa-Gruppe und ihrer Schweizer Tochter Swiss zusammen. Kritisiert wird, dass die Landesreserve auch Fluggesellschaften zugutekommt, die selbst keine Pflichtlager halten müssen. Gefordert werden unter anderem eigene Vorräte für Airlines und Flughäfen, ein Verbot von Tankering ab Zürich und Genf bis zur Wiederauffüllung sowie öffentliche Begründungen und ein verbindlicher Zeitplan für die Wiederauffüllung.