Themen: CH-Politik, Demokratie, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Freiburger SVP-Nationalrat Nicolas Kolly hat darauf verzichtet, sich bei den Auswahlgremien seiner Partei für die Nachfolge von Guy Parmelin im Bundesrat zu bewerben. Eine Kolumne bedauert diesen Entscheid: Kollys klare Gedanken, seine gut aufgebauten Argumente und sein versöhnlicher Ton hätten angesichts der starken politischen Polarisierung Platz an der Spitze des Landes verdient. Das Konkordanzsystem verlange zudem ein zweites Regierungsmitglied aus der nationalen Rechten. In einer Kolumne verglich Kolly die Stabilität der Schweiz und ihre direkte Demokratie mit den Gewaltbildern aus Frankreich. Er plädierte dafür, Abstimmungsniederlagen und abweichende Mehrheitsmeinungen zu akzeptieren. Demokratie bedeute nicht nur, eigene Ideen zu verteidigen, sondern auch andere Überzeugungen zuzulassen. Keine Sache, so ehrenwert sie ihren Verfechtern erscheine, rechtfertige die Einschüchterung Andersdenkender.