Themen: Partei-Politik, Geopolitik, BRICS
Regionen: International, Nordamerika, Südamerika
Luiz Inácio Lula da Silva hat die brasilianische Stichwahl mit 51,75 Prozent gewonnen und soll am 1. Januar 2027 im Alter von 81 Jahren seine vierte Amtszeit beginnen. Seine Arbeiterpartei mobilisierte laut Darstellung besonders einen Teil der 48 Millionen Personen, die sich im ersten Wahlgang enthalten hatten. Der Vorsprung von 3,5 Prozentpunkten dürfte es dem unterlegenen Flávio Bolsonaro erschweren, das Resultat anzufechten oder Putschversuche zu begünstigen. Lula übernimmt jedoch ein Parlament, das von einer mehrfach gespaltenen Rechten dominiert wird. Der Beitrag verweist auf positive wirtschaftliche Eckdaten wie einstellige Inflation, reale Lohnzuwächse, geringe Arbeitslosigkeit und moderates Wachstum, nennt aber auch eine Gesamtverschuldung von rund 80 Prozent des BIP sowie einen Leitzins von 13 Prozent. Der Wahlsieg stärke neben Mexiko die politische Vielfalt in Lateinamerika. Zugleich erschwere er den USA, ihren Einfluss gegenüber China zurückzugewinnen und Zugang zu Brasiliens strategischen Ressourcen zu erlangen.