Themen: Umwelt, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
BirdLife Schweiz, Pro Natura, die Gruppe Wolf Schweiz und der Ökologische Jagdverein Schweiz lehnen Teilrevisionen des Jagdgesetzes ab und fordern eine umfassende Neuausarbeitung. Der Bundesrat will Wolfsabschüsse in eidgenössischen Jagdbanngebieten sowie während der Aufzucht von Jungtieren ermöglichen. Die Organisationen verlangen dagegen, die Banngebiete als Rückzugsräume zu erhalten. Nach Angaben der Gruppe Wolf Schweiz gingen die Angriffe auf Nutztiere zurück: Im vergangenen Sommer wurden schweizweit rund 180 Tiere getötet, nach etwas mehr als 400 im Vorjahr. Schutzmassnahmen im Alpenraum seien wirksam. Die seit Februar des Vorjahres laufende Wolfsregulierung sei zudem noch nicht ausgewertet worden. Wölfe könnten durch die Jagd auf wild lebende Huftiere auch Schäden des Wilds an Wäldern verringern. Besonders schadenstiftende Tiere könnten bereits nach geltendem Recht entnommen werden, argumentieren die Verbände gemeinsam mit WWF Schweiz und dem Schweizer Tierschutz. Sie fordern den Bundesrat auf, die vorgesehenen Änderungen zu stoppen.