Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Afrika
Marokko kontrolliert den grössten Teil der Westsahara, während die Frente Polisario und die Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS) einen unabhängigen sahrauischen Staat beanspruchen. Nach Spaniens Rückzug 1975 teilten Marokko und Mauretanien die Verwaltung des Gebiets unter sich auf; viele Sahrauis flohen in Lager bei Tindouf in Algerien. Dort leben laut Darstellung heute schätzungsweise 170’000 Menschen im Exil. Ein von der UNO 1991 vorgesehenes Referendum über die Selbstbestimmung wurde nie durchgeführt. Der Waffenstillstand zerbrach 2020 nach einem Konflikt bei Guerguerat; seither kommt es wieder zu Auseinandersetzungen entlang des von Marokko errichteten Berms. Der Beitrag schildert zudem Repressionen gegen sahrauische Aktivistinnen, Aktivisten und Medienschaffende sowie die wirtschaftliche Bedeutung von Phosphat, Fischgründen und Energieprojekten. Schweizer Firmen werden als Abnehmer von Phosphat aus der besetzten Westsahara genannt; die Schweiz erkennt das Gebiet nicht als eigenständigen Staat an.