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Massenentlassung bei Tamedia: Sparen, bis niemand mehr schreibt

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Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Tamedia streicht 34 Vollzeitstellen; insgesamt 41 Personen sind betroffen, mehrheitlich in der Deutschschweiz. Die Mitarbeitenden wurden fünf Tage nach Ablauf eines mit den Gewerkschaften vereinbarten Entlassungsstopps über den Abbau informiert und sollen bis Ende Oktober ihre Kündigungen erhalten. Der Stopp hatte wirtschaftlich begründete Entlassungen bis 30. September 2026 ausgeschlossen. Tamedia begründet den Schritt mit einer schlanken, fokussierten und modernen Organisation sowie einem stärkeren Fokus auf Qualitätsjournalismus; «AI & Data» soll dabei Veränderungen vorantreiben. Franca Siegfried vom Zürcher Presseverein fordert dagegen, die TX Group müsse journalistische Talente und Nachwuchs stärker fördern, statt hohe Dividenden auszuschütten. Die TX Group meldete im August einen Halbjahresgewinn von 67 Millionen Franken, 74 Prozent mehr als im Vorjahr. Tamedias Betriebsertrag sank um 8,6 Prozent auf 175 Millionen Franken. Laut Mitarbeitenden setzt das Haus KI bereits zur Online-Platzierung von Artikeln und zur Moderation von Kommentarspalten ein.

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