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Matthias Egger gab Corona-Übersterblichkeit doppelt so hoch an

Infosperber
Matthias Egger gab Corona-Übersterblichkeit doppelt so hoch an

Themen: Corona, Wissenschaft, Gesundheit

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Eine im European Journal of Public Health veröffentlichte Studie von Matthias Egger und drei Mitautoren bezifferte die Übersterblichkeit bei über 40-Jährigen in der Schweiz 2020 zunächst auf 19’100 Todesfälle. Diese Zahl wich stark von früheren Studien derselben oder beteiligter Forscher sowie von den 7754 Todesfällen des Bundesamts für Statistik ab. Der Fehler lag im Vergleich unterschiedlicher Zeiträume: Die Autoren schätzten erwartete Todesfälle vom 24. Februar bis Ende 2020, zogen diese aber von allen beobachteten Todesfällen zwischen Januar und Dezember ab. Ein Leser machte Anfang 2025 darauf aufmerksam. Julien Riou bat die Zeitschrift danach wiederholt um eine Korrektur. Erst am 22. Juli 2026, zweieinhalb Jahre nach der Publikation, wurde die Übersterblichkeit auf 9575 Todesfälle berichtigt. Der Fall wirft Fragen zur Kontrolle und raschen Korrektur wissenschaftlicher Fehler auf, die in anderen Arbeiten weiterzitiert werden können.

Infosperber

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