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Mehr Schlachtungen: Durchfall und Hitze setzen Kühen zu

Zentralplus
Mehr Schlachtungen: Durchfall und Hitze setzen Kühen zu

Themen: Gesundheit, Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Auf Bauernhöfen in Luzern und Bern erkranken Milchkühe gehäuft an Durchfall, Fieber, Appetitlosigkeit und teils massiven Einbrüchen der Milchleistung. Einzelne Betriebe melden fast vollständig betroffene Herden. Der Willisauer Tierarzt Beni Wyss spricht von einer in seiner 30-jährigen Berufserfahrung beispiellosen Häufung. Auf einigen Höfen wurde das seit Jahrzehnten bekannte bovine Coronavirus nachgewiesen, das Rinder befallen kann und für Menschen keine Gefahr darstellt. Andere Fachleute bezweifeln jedoch, dass es die Hauptursache ist: Die lang anhaltende Hitze könnte Tiere, insbesondere Hochleistungskühe, geschwächt haben; zudem wurde nicht überall ein Erreger gefunden. Die Dürre verschärft die Lage, weil Wiesen austrocknen und Winterfutter früher eingesetzt werden muss. Schweizweit wurden zuletzt deutlich mehr Rinder geschlachtet als 2025. Das zusätzliche Angebot drückt die Preise und erhöht den wirtschaftlichen Druck auf die Betriebe. Offizielle Fallzahlen fehlen, weil das bovine Coronavirus nicht meldepflichtig ist.

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