Themen: Gesundheit, Klima&Energie, Umwelt
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn
Das Kantonsspital Baden hat gemeinsam mit Philips die Nachhaltigkeit im Herzkatheterlabor und in der interventionellen Radiologie untersucht. Analysiert wurden mehr als 224'000 Verbrauchsartikel aus rund 880 Materialtypen. Katheter, Elektroden, Handschuhe, sterile Abdeckungen und andere Einwegprodukte verursachen laut Studie 73 Prozent der Emissionen und damit deutlich mehr als die Medizintechnik mit 5 Prozent. In den beiden untersuchten Bereichen fallen täglich bis zu 30 Kilogramm Abfall an. Häufige Eingriffe wie Herzkatheteruntersuchungen, Koronarinterventionen sowie Ballonaufdehnungen und Stentimplantationen an Oberschenkelschlagadern verursachen je nach Verfahren 84 bis 90 Kilogramm CO2-Äquivalente. Aus den Ergebnissen leitete das KSB 32 Verbesserungsvorschläge ab. Nachhaltigkeitskriterien sollen im Beschaffungswesen stärker gewichtet und wiederverwendbare Produkte vermehrt eingesetzt werden. Zudem sieht die Studie Optimierungspotenzial bei der langfristigen Speicherung medizinischer Bilddaten, die 9 Prozent der Emissionen verursacht.