Themen: Kultur, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Bern plant bis Ende 2027 das erste nationale Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus. Entlang der Stützmauer der Casinoterrasse soll eine 55 Meter lange Klangmauer aus Stahl entstehen, die abstrakt den Schweizer Grenzverlauf nachzeichnet. Dreimal pro Stunde wird in unregelmässigen Abständen eine jeweils anders klingende einminütige Tonfolge ertönen. Das nicht kontrollierbare Klangerlebnis soll Ohnmacht angesichts der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs vergegenwärtigen. Stadtpräsidentin Marieke Kruit und Bundesrat Ignazio Cassis stellten das Projekt mit Jury und Projektteam vor. Die Initiative für einen Erinnerungsort ging 2019 von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus; der Bundesrat beschloss 2023 dessen Umsetzung. Vom 23. bis 26. September 2026 sind das Siegerprojekt und zehn weitere Entwürfe im Zentrum Paul Klee ausgestellt. Der Tagesüberblick nennt zudem Lösungen für Lernende der Bict, ein Unentschieden der YB-Frauen, Stellenabbau bei BLS und Bernexpo sowie Hinweise zu Astbruchgefahr und Gastronomie.