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Messerattacke auf orthodoxen Juden in Zürich: Jugendlicher zieht Urteil weiter

TSRI
Messerattacke auf orthodoxen Juden in Zürich: Jugendlicher zieht Urteil weiter

Themen: Innen-Politik, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Ein Jugendlicher, der im März 2024 in Zürich einen orthodoxen jüdischen Mann mit einem Messer schwer verletzt hatte, legt Berufung gegen sein Urteil ein. Das Jugendgericht Dielsdorf verurteilte ihn Anfang Juli wegen mehrfach versuchten Mordes zu einem Jahr Gefängnis. Für unter 16-Jährige ist dies die Höchststrafe. Nun wird sich das Zürcher Obergericht mit dem Fall befassen. Gemäss Anklageschrift soll sich der Jugendliche im Internet radikalisiert und die Tat über Wochen vorbereitet haben. In der Nacht davor kündigte er den Angriff in sozialen Netzwerken an und bezeichnete sich in einem Video als «Soldat des Kalifats». Zunächst habe er versucht, in eine geschlossene Synagoge einzudringen, danach griff er den damals 50-jährigen Familienvater auf der Strasse an. Die Verteidigung hatte auf vorsätzliche Tötung plädiert, sechs Monate Freiheitsentzug und eine Unterbringung in einer pädagogischen Einrichtung beantragt. Das Gericht lehnte eine Strafreduktion ab.

TSRI

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