Themen: Umwelt, Wissenschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Empa hat ab Mai 2024 an fünf Schweizer Standorten Mikroplastik aus Luft und Niederschlag gesammelt und analysiert. In Zürich wurden täglich 881 Partikel pro Quadratmeter gezählt, während Dübendorf, Magadino, Payerne und Chaumont mit 249 bis 331 Partikeln deutlich tiefer, untereinander aber ähnlich lagen. Hochgerechnet gelangen unterhalb von 2000 Metern jährlich mindestens 219 Tonnen Mikroplastik auf Schweizer Böden und Gewässer; rund 78 Tonnen davon auf Landwirtschaftsflächen und etwa 10 Tonnen auf Gewässer. Die Untersuchung erfasste Partikel von 20 bis 215 Mikrometern, nicht jedoch Reifenabrieb. Rund 60 Prozent des gemessenen Mikroplastiks sinkt direkt aus der Luft zu Boden, der Rest wird unter anderem durch Regen ausgewaschen. Am häufigsten fanden die Forschenden PET, gefolgt von Polyethylen und Polypropylen. Für die Analyse trennten sie die Partikel mittels Filtration und Infrarotspektroskopie von Staub, Russ, Pollen und Sporen.