Themen: CH-Politik, Technologie, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz, Zürich/Winterthur
Der geplante Hirzeltunnel zwischen Horgen beziehungsweise Wädenswil und Walterswil/Sihlbrugg bleibt auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Programm «Verkehr 45» ordnet ihn der Bundesrat der Kategorie weiterer Projekte nach 2055 zu. Der rund fünf Kilometer lange, vierstreifige Tunnel wird inzwischen auf 2,35 Milliarden Franken geschätzt. Er soll die Dörfer Hirzel und Menzingen entlasten sowie die Verbindung zwischen A3 und A4 verbessern. Die Gemeinde Horgen fordert eine Realisierung bis 2045. Auch die Zuger Regierung verlangt eine höhere Priorität, allerdings gemäss der Empfehlung des ETH-Forschers Ulrich Weidmann mit einem Horizont bis 2055. Zug warnt zugleich, der Tunnel könne den Verkehr auf der A14 deutlich erhöhen und zusätzliche Ausbauten nötig machen. Die Zürcher Regierung begrüsst dagegen die Rückstufung: Die Verbindung könne erst langfristig an Gewicht gewinnen, zudem liege das Projekt in einem sensiblen, national geschützten Naturraum. Der Bundesrat will die Vorlage im Februar 2027 ans Parlament überweisen.