Themen: Gesundheit, Umwelt
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg, Romandie
Im Kanton Jura und im Berner Jura sind in den vergangenen Tagen mindestens 25 Pferde an atypischer Myopathie gestorben; weitere 15 Tiere werden laut Züchter Mario Gandolfo notfallmässig in Veterinärkliniken behandelt. Die oft tödliche Muskelerkrankung wird durch ein Gift in Samen bestimmter Ahornarten, darunter Bergahorn, ausgelöst. Lokale Züchter haben ein Kollektiv gebildet, um Fälle und Todesfälle zu erfassen sowie betroffene Halter zu unterstützen. Besonders schwer betroffen ist ein Betrieb in Cortébert im Berner Jura: Zehn von 36 Pferden sind verendet, die übrigen befinden sich in einer Klinik. Gandolfo rät, Pferde sofort von den Weiden zu nehmen und einzustallen. Trockenheit und Futtermangel hätten die Tiere länger auf den Weiden gehalten; starke Winde hätten Ahornsamen verbreitet. Da die Vergiftung nicht ansteckend ist, deckt die kantonale Tierseuchenkasse die Verluste derzeit nicht.