Themen: Umwelt, Klima&Energie, Wissenschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Schwere Waldbrände haben 2026 unter anderem Kanada, die Gironde, die Region Madrid und weitere Teile Nordamerikas und Europas getroffen. Bis Ende Juli brannten in der EU 500’000 Hektaren, in den USA rund 2,4 Millionen Hektaren. Der Copernicus-Wissenschaftler Mark Parrington verweist auf besonders grosse und anhaltende Brände in Kanada sowie Rauchwolken bis in die Arktis und über den Nordatlantik. Heisse und trockene Bedingungen begünstigen die Ausbreitung. Dennoch lagen die globalen CO2-Emissionen aus Bränden im ersten Halbjahr 2026 gemäss dem Copernicus-Atmosphärendienst auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Messungen vor 24 Jahren. Der langfristige Rückgang beruht vor allem auf weniger Savannen-, Grasland- und landwirtschaftlichen Feuern in tropischen Regionen. Mehr als drei Viertel der weltweiten Emissionen aus brennender Vegetation stammen durchschnittlich aus Afrika und Asien; ihre Emissionen lagen im ersten Halbjahr bei etwa der Hälfte des Niveaus zu Beginn des Jahrhunderts.