Themen: Kultur, Demokratie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Zürcher Theater Spektakel hat den im Vorjahr umstritten abgeschafften Basar durch einen unkommerziellen DIY-Tisch ersetzt. Dort sollen Besucherinnen und Besucher in selbstorganisierten Kursen gemeinsam basteln und gestalten. Künstlerischer Leiter Matthias von Hartz räumt Kommunikationsfehler beim Basar-Entscheid ein, betont jedoch, Klein- und Strassenkunst seien nicht abgeschafft worden: Spontane Side-Acts und weitere frei zugängliche Formate blieben Teil des Festivals. Henna-Tattoos und Tarotkarten-Angebote gibt es hingegen nicht mehr. Von Hartz verweist auf den seit Jahren ausgebauten künstlerischen Bereich und die Auseinandersetzung mit Postkolonialismus. Das Programm 2026 fokussiert auf «Demokratie und Versammlung». Im Projekt «Proberaum Zukunft» wird ein Szenario für 2027 gespielt, in dem verbliebene demokratische Staaten über einen Zusammenschluss beraten und die Schweiz ihre Neutralität hinterfragt. Das Festival findet vom 13. bis 30. August an der Landiwiese und weiteren Zürcher Standorten statt.