Themen: Iran Krieg, Krieg&Frieden, Kultur/Feuilleton
Regionen: International, Westasien
Der Dokumentarfilm «Naza» rückt nach Auffassung des Autors das Leid in Gaza und die bewusste Tötung palästinensischer Zivilpersonen durch israelische Soldaten ins Zentrum. Hochrangige israelische Verantwortliche hätten solche Praktiken seit 2024 mit entmenschlichender Rhetorik, Forderungen nach Hunger und Vertreibung begünstigt. Zudem verweist der Text auf die seit 2006 angewandte Dahiya-Doktrin unverhältnismässiger Angriffe, deren Folgen durch KI verstärkt würden. Die heftigen Reaktionen auf den Film, der von israelischen Regisseuren stammt, deutet der Autor als Ausdruck einer zunehmend extremistischen israelischen Gesellschaft. Kritik an anonymisierten Quellen, fehlender Einordnung und der Behandlung des 7. Oktobers sei teilweise ein Versuch, den Film zu diskreditieren. Hinter der Abwehr stehe die Schwierigkeit, Israel trotz der historischen Verfolgung von Jüdinnen und Juden genozidale Handlungen zuzutrauen. Der Text verbindet dies mit der ausbleibenden internationalen Intervention und warnt grundsätzlich, dass Gesellschaften unter extremen Bedingungen zu entmenschlichender Gewalt fähig seien.