Themen: Krieg&Frieden, Neutralität, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Westasien
Peter Schweizer erinnert an die Haltung vieler Deutscher nach dem Ende des NS-Regimes, die von den Verbrechen des Völkermords nichts gewusst haben wollten. Seine Grossmutter habe zwar von der schlechten Lage der Juden gewusst, nicht aber vom Ausmass; die Gleichschaltung der Medien und Repressionen wie der Jobverlust seines Grossvaters wegen verweigertem Hitlergruss hätten öffentliche Kritik erschwert. Daraus leitet er eine Warnung für die Gegenwart ab: Niemand könne später Unwissen über das Handeln Israels geltend machen. Er verweist auf israelische Oppositionelle und den Film «NAZA» und wirft der Netanjahu-Regierung, besonders Sicherheitschef Ben Gvir, Vertreibung und Tötungen von Palästinensern vor. Die Schweiz könne die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten nicht beenden, solle aber laut Schweizer Israel analog zu Russland sanktionieren und keine weiteren Waffen kaufen. Die akzeptierte flexible Neutralität erlaube dies seiner Ansicht nach.