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Nichts ist so alt wie die Zeitung von heute

Journal21
Nichts ist so alt wie die Zeitung von heute

Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Balz Bruppacher kritisiert, dass Schweizer Medienverlage Stellenabbau und schlankere Redaktionen als Beitrag zu Qualitätsjournalismus darstellen. Besonders Tamedia begründe ihre jüngste Restrukturierung mit starken publizistischen Produkten, einer modernen Organisation sowie KI und Daten. Der Autor sieht dagegen Aktualität und Fachwissen gefährdet. Als Test nennt er drei Ereignisse eines Dienstags: Die Vatikanmeldung kurz vor 22 Uhr, wonach sich bei einer Operation des Papstes der Verdacht auf Lungenkrebs bestätigt habe, fehlte am folgenden Tag in Tamedia-Titeln und der NZZ. Auch über den 2:0-Sieg der Schweizer Fussballerinnen gegen Israel im WM-Playoff in Sitten berichtete die NZZ nicht; Tamedia verwies auf Website und App, während der «Blick» einen Matchbericht und Noten publizierte. Beschlüsse der ständerätlichen Wirtschaftskommission zum Public Liquidity Backstop, darunter eine nur für die UBS vorgesehene vorab bezahlte Abgeltung, griff laut Autor ausser «Agéfi» keine grosse Zeitung auf. Bei hohen Zeitungspreisen bestehe ein Anspruch auf aktuelle Berichterstattung.

journal21.ch

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