Themen: Kultur, Wissenschaft, Technologie
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Emilija Škarnulytės Videoinstallation «Arrow of Time» wird vom 22. August bis 8. November in der Lokremise St.Gallen gezeigt. Die 1987 geborene litauische Künstlerin setzt sich darin mit dem physikalischen Konzept des Zeitpfeils auseinander: Zeit verläuft asymmetrisch und lässt sich nicht zurückspulen. Über die Wände der Halle flackern Bilder zwischen Fiktion und Realität, die Vergänglichkeit erfahrbar machen sollen. Teile der Aufnahmen entstanden im stillgelegten litauischen Kernkraftwerk Ignalina, das als Schwesterkraftwerk von Tschernobyl gilt. Eine Python bewegt sich etwa über Knöpfe und Schalter eines Bedienpults, während die Natur die technische Anlage zurückerobert. Škarnulytė arbeitet auch mit Installationen, Skulpturen und Zeichnungen und untersucht Verbindungen zwischen Mensch, Zeit, Raum, Natur und Wissenschaft. Ihre Werke waren unter anderem im Kunsthaus Graz, im Museum of Modern Arts in New York und an Biennalen zu sehen.