Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Gewerbepolizei kontrollierte am Samstag unangekündigt Standbetreiber am Zürcher Flohmarkt auf dem Bürkliplatz und verteilte Bussen. Händler berichten von Verzeigungen wegen geringfügiger Überschreitungen der markierten Standfläche; eine 80-Franken-Busse sei wegen neben dem Stand platzierter Bilder ausgesprochen worden. Laut Beobachtern setzten zwei Teams unterschiedliche Massstäbe an: Während eines bei solchen Überschreitungen büsste, blieb das andere toleranter. Auch der Verkauf mutmasslicher Neuwaren wurde kontrolliert; dabei drohten laut Vereinspräsidentin Monika Luck Verzeigungen ans Statthalteramt und Bussen von 250 Franken. Sie bezweifelt, dass Beamte Neuware zuverlässig von Secondhand-Artikeln und Antiquitäten unterscheiden konnten. Der Verein Zürcher Flohmarkt reichte bei der zuständigen Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart Beschwerde ein. Luck, seit 45 Jahren im Umfeld des Flohmarkts tätig, kritisiert insbesondere die aus ihrer Sicht unverhältnismässige und widersprüchliche Kontrolle.