Themen: Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH, Zürich/Winterthur
Hunderte Menschen demonstrierten am Samstagabend in Zürich und Basel unter dem Aufruf «On en a marre – en Suisse aussi». Beide nicht bewilligten Kundgebungen führten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. In Zürich versammelte sich die Menge gegen 22.30 Uhr an der Langstrasse und zog zur Helvetiaplatz. Dort wurden Scheiben einer Bushaltestelle beschädigt und eine Barrikade aus Abfallcontainern, Velos und weiteren Gegenständen angezündet. Die Polizei räumte mit Wasserwerfern, später auch mit Tränengas und Gummischrot. Laut Stadtpolizei wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerk, Flaschen und Steinen angegriffen; ein Auto brannte, Schaufenster wurden beschädigt. Eine Polizeipatrouille wurde bei einem medizinischen Einsatz angegriffen und musste sich zurückziehen, bevor sie einem schwer am Bein verletzten Jugendlichen helfen konnte. In Basel versammelten sich rund 150 Personen, zogen über die Mittlere Brücke und errichteten im St.-Johann-Quartier brennende Barrikaden. Der Aufruf «GenZ regelt» bezog sich auf Jugendproteste in Deutschland, Frankreich und weiteren europäischen Ländern.