Themen: Umwelt, Gesundheit, Klima&Energie
Regionen: International, Europa
Die Luftqualität in der EU verbessert sich laut Copernicus: Seit 2015 sinken Konzentrationen von Schwefel- und Stickstoffoxiden jährlich um drei bis fünf Prozent, vor allem wegen geringerer Emissionen aus Industrie und Verkehr. Dennoch starben 2025 laut Europäischer Umweltagentur 182'000 Menschen infolge belasteter Luft. Schadstoffe erhöhen unter anderem das Risiko für Asthma, Krebs, Schlaganfälle und Demenz. Die EU-Luftqualitätsrichtlinie verlangt Messungen, öffentliche Daten und unter Umständen Entschädigungen für gesundheitlich Geschädigte. Bis 11. Dezember müssen Mitgliedstaaten nationale Regeln zur Umsetzung verabschieden; erst neun verfügen über weitgehend geeignete Gesetze. Sechs Staaten verfehlen die Partikel-Reduktionsziele für 2020 bis 2029, und nur vier sind bei allen Verpflichtungen für 2030 auf Kurs. Polen zählt zu den stärksten Verschmutzern, was insbesondere mit Heizungen zusammenhängt: 34 Prozent der Haushalte heizen mit Kohle. Förderprogramme zum Ersatz alter Öfen leiden laut Kritik unter Korruption, Verzögerungen und unsicherer Finanzierung.