Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa
Die EU erhebt ab 1. November auf Pakete aus Drittstaaten, einschliesslich der Schweiz, eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro. Sie kommt zum seit dem Sommer geltenden Zoll von drei Euro für Sendungen bis 150 Euro hinzu. Laut Schweizerischer Post gilt die Belastung unabhängig vom Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der EU. Plattformen sollen die Gebühr bezahlen und die Zollformalitäten übernehmen, nicht die Konsumentinnen und Konsumenten. Patrick Erny, Direktor der Swiss Retail Federation, erwartet für den Schweizer Detailhandel insgesamt begrenzte Folgen, weil er hauptsächlich auf den Binnenmarkt ausgerichtet sei. Stärker betroffen seien Nischenanbieter mit Direktlieferungen an EU-Kundschaft sowie Anbieter günstiger Produkte. Der Bundesrat hatte im Juni zudem eine Vernehmlassung zur Revision des Produktsicherheitsgesetzes eröffnet. Vorgesehen ist eine Überwachungsabgabe auf Direktlieferungen aus dem Ausland, um digitalisierte Kontrollen im Onlinehandel zu finanzieren. Nach Abschluss der Vernehmlassung im September prüft die Regierung eine Botschaft ans Parlament.