Themen: Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Südamerika
Paraguays ehemaliger Präsident Santiago Peña ist am 6. November 2026 in seinem Haus in Asunción auf Anordnung der Justiz festgenommen worden. Ihm wird Verantwortung für die Krise im Zusammenhang mit der Abwicklung der Ueno Bank vorgeworfen. Die Festnahme erfolgte, während Pedro Alliana im Nationalkongress als neuer Präsident vereidigt wurde. Peña war zuvor in einem politischen Verfahren abgesetzt worden und bleibt unter Hausarrest. In der Hauptstadt kam es erneut zu Zusammenstössen zwischen Polizei und Betroffenen der Bankenpleite, von der rund drei Millionen Kontoinhaber betroffen sind. Hunderte Menschen versammelten sich vor Peñas Haus. Sie lehnten den Hausarrest ab und verlangten seine Überführung ins Gefängnis. Einige Demonstrierende warfen Steine auf die Absperrung der Polizei. Ein Polizist wurde dabei im Gesicht getroffen; die Einsatzkräfte setzten Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben.