Themen: Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Südamerika
Paraguays ehemaliger Präsident Santiago Peña ist am Abend des 6. November auf Anordnung der Justiz in seinem Haus in Asunción festgenommen worden. Ihm wird im Zusammenhang mit der Krise der Ueno Bank eine mangelhafte Amtsführung vorgeworfen. Peña steht unter Hausarrest und bleibt der Justiz zur Verfügung. Gleichzeitig wurde Pedro Alliana im Nationalkongress als Präsident vereidigt, nachdem Peña durch ein politisches Verfahren seines Amtes enthoben worden war. Die Zentralbank hatte am 2. November die Abwicklung der digitalen Ueno Bank wegen einer schweren Kapitallücke eingeleitet und die Konten gesperrt. Die Bank hat rund drei Millionen Kundinnen und Kunden. In der Nacht versammelten sich Hunderte Menschen vor Peñas Haus und verlangten seine Verlegung ins Gefängnis. Einige warfen Steine auf die Polizeikräfte; ein Beamter wurde im Gesicht getroffen. Die Polizei antwortete mit Tränengas.