Themen: Migration/Asyl, Partei-Politik, Gesellschaft
Regionen: International, Nordamerika
Mehrere Dutzend Honduranerinnen und Honduraner sind von San Pedro Sula aus in Richtung USA aufgebrochen. Sie wollen Mexiko durchqueren und hoffen, dass die Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten Donald Trumps Handlungsspielraum in der Migrationspolitik einschränken. Für Jimena Morazan, die mit fünf Angehörigen reist, ist die Aussicht auf einen politischen Umschwung ein Grund, das Risiko auf sich zu nehmen; Armut und Gewalt liessen ihrer Familie in Honduras nichts. Auch Jesus Carias reist mit seiner Frau und drei Kindern, obwohl er bereits dreimal erfolglos versucht hat, die US-Grenze zu überqueren. Es ist die dritte Karawane seit September; unterwegs hatten sich zuvor Menschen aus El Salvador, Guatemala, Nicaragua und Mexiko angeschlossen. Die US-Regierung droht Organisatoren, die über TikTok und WhatsApp mobilisierten, mit Visumsentzug. Das Heimatschutzministerium meldete zudem, seit Januar 2025 den Migrationsstatus von 2,2 Millionen Ausländerinnen und Ausländern widerrufen zu haben.