Themen: Umwelt, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Mendrisio möchte eine Spende von 500'000 Franken der Goldraffinerie Argor-Heraeus für die Regeneration der Biodiversität auf Gemeindegebiet einsetzen. Vorgesehen sind Massnahmen, die mit den Grundsätzen der Schwammstadt vereinbar sind. Gemeinderat Elia Agostinetti kritisiert in einem Meinungsbeitrag den Zusammenhang zwischen den lokalen Projekten und den erheblichen Umweltauswirkungen des Edelmetallsektors. Er verweist auf Berichte über Abholzung und verschmutzte Flüsse durch den Goldabbau in Ghana sowie auf Recherchen zum Tessiner Rohstoffhandel. Nach den Grundsätzen des Bundesamts für Umwelt müssten Massnahmen auf die grössten Umweltbelastungen eines Unternehmens und dessen Kerngeschäft bezogen sein sowie messbare Verbesserungen über den Lebenszyklus der Produkte erzielen. Agostinetti stellt infrage, ob Umfang, Standort und Finanzierung der geplanten Arbeiten den Auswirkungen von Argor-Heraeus entsprechen. Die Stadt riskiere, sich an möglichem Greenwashing zu beteiligen, und sollte die Spende ablehnen.