Themen: Innen-Politik, Migration/Asyl
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn
Nach dem Fund eines menschlichen Beins im Rhein bei Stein im Kanton Aargau hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen eines Tötungsdelikts eröffnet. Drei Männer hatten am Sonntagmorgen einen Sack aus dem Rhein gezogen und darin die sterblichen Überreste entdeckt. Untersuchungen bestätigten am Dienstag, dass sie einem 33-jährigen Mann aus Burundi gehörten, der seit wenigen Tagen vermisst worden war. Die Kantonspolizei durchsuchte mit Spezialisten die Asylunterkunft des Opfers sowie das Umfeld des Fundorts. Sichergestellte Beweismittel erhärteten den Tatverdacht gegen dessen 43-jährigen Zimmergenossen aus Bangladesch. Der Mann wurde festgenommen; die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft. Hinweise auf ein politisch oder religiös motiviertes Delikt liegen laut Behörden nicht vor. Der Tatverdächtige zeigte während der Ermittlungen psychische Auffälligkeiten; ein möglicher Zusammenhang mit der Tat wird abgeklärt. Es gilt die Unschuldsvermutung.