Themen: Demokratie, Innen-Politik
Regionen: International, China
Ein Gericht in Hongkong hat den Demokratieaktivisten Joshua Wong wegen Kollusion mit dem Ausland zu weiteren zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Dem 30-jährigen ehemaligen Studentenführer drohte eine lebenslange Haftstrafe. Wong gehört zu den bekanntesten Gesichtern der Demokratiebewegung und der grossen Proteste von 2019. Er sitzt bereits seit fast sechs Jahren in Haft und hätte im Januar nach einer Strafe von vier Jahren und acht Monaten wegen «Subversion» freikommen sollen. Grundlage beider Verfahren ist das von China 2020 für Hongkong eingeführte nationale Sicherheitsgesetz. Im Juni 2025 beschuldigten ihn die Behörden, ausländische Staaten und Organisationen um Hilfe bei der Verhängung von Sanktionen gegen Hongkong und China gebeten zu haben. Wong bekannte sich im September schuldig. Bei der Urteilsverkündung waren zahlreiche Unterstützer anwesend; einige hatten seit dem Vortag gewartet. Vor dem Gericht war ein grosses Polizeiaufgebot im Einsatz.