Themen: Kultur
Regionen: International, Europa
1981 brachte die Zeitung Oggi einen Mann zu Wort, der behauptete, den Helm einer der Riace-Bronzen an das Getty Museum verkauft zu haben. Dessen Konservator Jiri Frel bestritt Kontakte zu Grabräubern, doch eine veröffentlichte Korrespondenz mit dem kalabrischen Kunsthändler widersprach dem. Dieser schilderte, nach einem Sturm und einer kleinen Flutwelle im Februar 1972 sei ein Schild auf dem Meeresboden bei Riace aufgetaucht. Bergungsversuche eines Tauchers und später eines Archäologen aus Como seien gescheitert; ein Mitglied der ’Ndrangheta habe schliesslich einen weiteren Schild und den Helm an sich genommen. Die Behörden hatten offenbar schon früher nach fehlenden Objekten gesucht. Zwei Männer, die sich als Entdecker der Statuen betrachteten, berichten von Befragungen durch Carabinieri zu Helm, Schilden, Lanze und weiteren nicht geborgenen Teilen. Dabei sei auch nach Verbindungen zur Entführung von Paul Getty Junior gefragt worden.