Themen: Gesellschaft, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Sozialhilfequote blieb 2025 in 14 untersuchten Schweizer Städten stabil und lag im Mittel bei 3,9 Prozent, 0,2 Prozentpunkte tiefer als zuvor. Die Spannweite reicht von 2,4 Prozent in Chur bis 7,8 Prozent in Biel; Lausanne liegt mit 6,8 Prozent ebenfalls weit oben. Keine der ausgewerteten Städte befindet sich im Tessin. Besonders stark betroffen sind Einelternfamilien. Fast sechs von zehn minderjährigen Sozialhilfebeziehenden leben in einem solchen Haushalt, gegenüber 52 Prozent im Jahr 2010. In den meisten Städten bezieht etwa ein Viertel oder mehr der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern Sozialhilfe. Ihr Risiko ist damit gegenüber allen Familien nahezu fünfmal so hoch. Sozialhilfe ergänzt häufig Einkommen, die zum Lebensunterhalt nicht reichen. Städte setzen auf Bildung, arbeitszeitgerechte Kinderbetreuung und Ergänzungsleistungen; gerade fehlende Bildungsangebote gelten als zentrale Schwachstelle.