Themen: Kultur/Feuilleton, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Die Sammlung «Präzise Sprache» richtet sich gegen unverständliche, verschleiernde und modische Ausdrucksweisen. Beiträge kritisieren Journalisten, die Oberbegriffe und Fremdwörter statt klarer Wörter verwenden, sowie PR-Sprache, in der aus Problemen und Schwierigkeiten vor allem «Herausforderungen» werden. Weitere Texte behandeln das Verlegenheitswort «wie», falsch eingesetzte Fremdwörter und eine «Lego-Sprache», die mit immer weniger Wörtern auskomme, obwohl das Deutsche über einen Wortschatz von 300'000 bis 500'000 Wörtern verfüge. Auch verharmlosende Formulierungen und unnötig komplizierte Aussagen werden thematisiert. Ein Beitrag hinterfragt den Begriff «too big to fail», ein anderer die Verwendung des Vorwurfs «Whataboutism». Daneben erscheint eine Glosse über Christoph Blochers Kritik an einer angeblich woken Economiesuisse. Als konkreter Fall wird die Entlassung einer Angestellten des deutschen Bundesamts für Seeschifffahrt erwähnt, die vor Gericht nach fehlendem Gendern keinen Bestand hatte.