Themen: Umwelt, Migration/Asyl
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Pro Natura erklärt, das Bevölkerungswachstum verschärfe zwar die Herausforderungen für Natur und Umwelt, doch der Pro-Kopf-Konsum sei der deutlich grössere Hebel. Die Organisation verweist auf ihre Arbeit in Raumplanung, Biodiversität und Landwirtschaft für eine suffizientere Gesellschaft. Der Beitrag bestreitet diese Gewichtung mit Daten zur ständigen Wohnbevölkerung und zu realen Konsumausgaben: Seit 2000 sei die Schweizer Bevölkerung um mehr als 25 Prozent beziehungsweise 1,9 Millionen Menschen gewachsen, während die realen Konsumausgaben pro Kopf höchstens um 20 Prozent zunahmen. Damit sei der Pro-Kopf-Konsum nicht viel stärker gewachsen als die Bevölkerung. Umstritten ist auch die Aussage, der Wohnort spiele für die globale Umweltbelastung keine Rolle. Pro Natura verweist auf ähnlich hohen Ressourcenverbrauch in EU- und Efta-Staaten. Der Beitrag kritisiert zudem, bei sinkendem Materialverbrauch und Treibhausgasausstoss würden importierte Güter und Vorleistungen ausgeblendet, die laut Behörden und Greenpeace rund zwei Drittel des Schweizer Fussabdrucks ausmachen.