Themen: Wissenschaft
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn
Das Paul Scherrer Institut in Villigen hat gemeinsam mit der Universität Kopenhagen und dem MAX IV Laboratory in Lund Wasserstoff in einem Marsmeteoriten dreidimensional und zerstörungsfrei kartiert. Untersucht wurde das als Black Beauty bekannte Gesteinsstück, das Material aus verschiedenen Epochen der Marskruste und auch sehr alte Marsproben enthält. Das Team kombinierte Neutronen- mit Röntgentomografie; die Neutronenmessungen erfolgten an der Schweizer Spallations-Neutronenquelle SINQ des PSI. Neutronen reagieren besonders empfindlich auf Wasserstoff. Damit liessen sich neben winzigen hydratisierten Mineralen erstmals auch grössere makroskopische Wasserstoffvorkommen im Inneren des Meteoriten sichtbar machen. Die Resultate stützen die Annahme, dass auf dem Mars bereits früh Wasser vorhanden war und unter anderem vulkanische Prozesse Wasser mit Gestein reagieren liessen. Zugleich ermöglicht die Methode räumliche Aussagen über hydratisierte Minerale statt nur Angaben zum gesamten Wassergehalt.