Themen: Wissenschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, International Unbestimmt
Wissenschaftliche Forschung wird häufig mit öffentlichen Geldern finanziert, ihre Veröffentlichung in Fachzeitschriften ist jedoch ein lukratives Geschäft für kommerzielle Verlage. Forschende benötigen renommierte Journale, um Ergebnisse zu verbreiten und ihre Chancen auf künftige Finanzierung und Anerkennung zu sichern. Im klassischen Modell zahlen Leserinnen, Leser oder ihre Institutionen für den Zugang; ein einzelner Artikel bei Springer Nature kann etwa 35 Euro kosten. Hochschulen erwerben deshalb oft umfangreiche Abonnemente. Beim Open-Access-Modell sind Beiträge frei zugänglich, doch die Autorinnen und Autoren beziehungsweise ihre Universitäten tragen Bearbeitungsgebühren. Diese können bei angesehenen Zeitschriften wie Nature bis zu 10’850 Euro pro Artikel betragen. Gleichzeitig übernehmen Forschende selbst viel Arbeit bei Aufbereitung und Begutachtung. Als Alternativen nennt der Beitrag Preprints sowie gebührenfreie Open-Access-Zeitschriften. Die starke Bedeutung des Prestiges etablierter Titel dürfte kommerziellen Verlagen dennoch eine zentrale Rolle sichern.